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lunedì 13 febbraio 2017

Zehntausende fliehen vor drohender Staudamm-Katastrophe

Oroville-Damm

Zehntausende fliehen vor drohender Staudamm-Katastrophe

In Kalifornien droht am höchsten Staudamm der USA ein Not-Abflusskanal zu brechen. Mehr als 160.000 Menschen sind auf der Flucht.
Zehntausende Menschen haben sich in Kalifornien vor einer drohenden Katastrophe in Sicherheit gebracht. Der Not-Abflusskanal des Oroville-Staudamms weise starke Erosionsschäden auf, warnte der nationale Wetterdienst am Sonntag (Ortszeit). Bei einem Bruch an der höchsten Talsperre der USA müsse mit einer nicht kontrollierbaren Überflutung gerechnet werden.
Die "sofortige Evakuierung der niedrig gelegenen Gebiete in Oroville und der Gegend stromabwärts wurde angeordnet", verbreitete der Sheriff von Butte County am Sonntag über soziale Netzwerke. Mehr als 160.000 Menschen seien betroffen. Die Anlage liegt rund 125 Kilometer nördlich von Sacramento. Ein Evakuierungszentrum wurde für die Menschen in der Ortschaft Chico auf einer Festwiese eingerichtet.
Um eine Katastrophe zu verhindern, leitete die zuständige Behörde zunächst größere Wassermassen über den Hauptabfluss des Staudamms ab. Am Freitag stand das Wasser zwei Meter unter der Oberkante des Damms - er hatte seine maximale Kapazität erreicht.
Höher als die berühmte Hoover-Talsperre
Derzeit werde per Hubschrauber versucht, einen Riss im Kanal mit Betonstücken und Sandsäcken zu füllen. Offenbar hatten die Behörden noch am Sonntag mit einem Versagen des Kanals gerechnet. Bisher hielt das Bauwerk zwar den Wassermassen stand, aber die Situation bleibe weiter unberechenbar, hieß es.
Der beschädigte Kanal war erst in der vergangenen Woche zum Einsatz gekommen, zum ersten Mal in der Geschichte des 48 Jahre alten Staudamms. Er sollte eigentlich den Hauptabfluss entlasten, der ebenfalls Schäden aufwies. Der Hauptdamm ist dagegen stabil.
Der Damm wurde zwischen 1962 und 1968 gebaut. Er ist mit 235 Metern der höchste in den USA und überragt den berühmten Hooverdamm um zwölf Meter. Der Oroville-Damm ist rund 2300 Meter lang und staut den Oroville-See auf. Er dient der Stromgewinnung.
Teile Kaliforniens hatten in den zurückliegenden Tagen wegen heftiger Regenfälle unter Wasser gestanden. Bewohner wurden aus ihren Häusern gerettet, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. Die Wassermassen überraschten den Bundesstaat nach Jahren der Dürre.

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